Essays

Essays · 29. November 2025
Heines Ironie machte vor nichts und niemand halt. Vor Menschen nicht, vor Nationen und Religionen nicht und natürlich auch vor Städten nicht. Die Stadt Göttingen, "berühmt durch ihre Würste und Universität", hat der spottfreudige Dichter genauso auf's Korn genommen wie Hamburg und seine Geburtsstadt Düsseldorf. Über seine Wahlheimat Paris äußerte er sich anders: Er pries sie als "Hauptstadt ... der ganzen civilisierten Welt".
Essays · 29. November 2025
Was für ein Menschenbild? Gelassen und entspannt im Lotussitz mit monalisahaft weichem Lächeln und sanft geschlossenen Augen in aller Ruhe meditierend: das ist die Position, mit der sich der Erwachte, der Buddha, tief ins kulturelle Gedächtnis der Menschheit eingeschrieben hat. Welche Idee des Menschseins diese Ikone verkörpert, ist seit gut 2000 Jahren eine offene Frage. Wer war der, den wir den Erwachten, den Buddha, nennen? Wie lässt sich sein Leben, wie seine Lehre verstehen?
Essays · 13. Dezember 2024
Ich bin zentrisch und exzentrisch: ein Mensch Der Begriff der exzentrischen Positionalität in der philosophischen Anthropologie Helmuth Plessners
Essays · 05. Dezember 2024
Manche Begriffe - und der Begriff ´Essay` ist sicher ein solcher - lassen sich leichter fassen, wenn man zunächst versucht, sie negativ einzukreisen. Im Gegenlicht des Negativen lassen sich dann unter günstigen Umständen die Umrisse der Bedeutungsgrenzen des in Frage stehenden Begriffs erkennen. So ergibt sich oft die positive Bestimmung eines Begriffs über einen negativen Blick.
Essays · 05. Dezember 2024
Dao, Yin und Yang, Wu Wei - das sind wichtige Worte aus der Welt des Daoismus, einer Philosophie bzw. Religion, die aus dem alten China stammt. Ihr legendärer Stifter ist Laudse, was, ins Deutsche übersetzt, so viel wie 'alter oder greiser Meister' heißt. Ob der alte Meister tatsächlich existierte? Man weiß es nicht. Der Legende nach soll Laudse im 6. Jahrhundert vor Christus das Dao-de-Jing verfasst haben: 'Das Heilige Buch vom Weg und von der Tugend', - wobei Weg das deutsche Wort für...
Essays · 05. Dezember 2024
Text, Musik, Sprecher: Ronald Kurt. Sören Kierkegaard wird von Steffen Reuber gesprochen. ... das Dasein ekelt mich an, es ist fade, ohne Salz und Sinn. ...Man steckt den Finger in die Erde, um zu riechen, in welchem Land man ist: ich steckte den Finger ins Dasein – es riecht nach nichts. Wo bin ich? Was heißt das: die Welt? Was bedeutet dieses Wort?